DEUTSCHLAND
Volksfreund
Seit mehr als einem Jahr werden in den katholischen Bistümern Mitarbeiter geschult, um sexuelle Übergriffe in Kircheneinrichtungen künftig zu verhindern. Tausende haben bereits teilgenommen. Die Betroffenheit sah nach wie vor groß.
Trier/Speyer/Mainz (dpa/lrs) – Sie lernen, sexuellen Missbrauch zu erkennen. Sie erfahren, wie Sexualstraftäter «ticken». Und wie sie Kinder und Jugendliche vor Übergriffen schützen müssen. Mehrere tausend Mitarbeiter in den katholischen Bistümern von Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jahr bereits eine der Pflicht-Schulungen zur Prävention sexuellen Missbrauchs besucht. Die Seminare zeigen: «Die Wissensstände sind dabei sehr unterschiedlich», teilte das Bistum Trier in einer ersten Bilanz mit. Manche Mitarbeiter seien seit Jahren mit dem Thema befasst, für andere sei alles neu. Klar sei aber: «Das Thema ruft immer noch Betroffenheit hervor.»
Im Jahr 2010 hatte ein Skandal um den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in katholischen Einrichtungen die Kirche erschüttert. Die Kirche geht von mindestens 1200 Opfern aus. Einige sexuelle Übergriffe lagen mehr als 60 Jahre zurück.
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