OSTERREICH
Die Presse
Nach jahrelangen Ermittlungen steht der erste höhere Geistliche im kirchlichen Missbrauch-Skandal vor Gericht.
Seit über drei Jahren sind die Missbrauchsvorwürfe gegen Ordensmänner des Stiftes Kremsmünster in Oberösterreich öffentlich bekannt. Ein mittlerweile ausgetretener Pater wird nun angeklagt. Der 79-Jährige ist der erste höhere Geistliche, der sich im Zug der Missbrauchs-Affäre in der römisch-katholischen Kirche vor einem weltlichen Richter verantworten muss. Im Folgenden eine Chronologie der Ereignisse:
* 1950er-Jahre – Es kommt zu Missbrauchsfällen, die erst im Laufe der aktuellen Affäre an den jetzigen Abt herangetragen werden. Die Vorwürfe richten sich gegen drei bereits verstorbene Patres.
* 1962 bis 1998 – Der nun angeklagte Ex-Pater ist Lehrer bzw. Erzieher im Stiftsgymnasium in Kremsmünster, von 1970 bis 1996 sogar Internatsleiter, die Jahre 1973 bis 1993 sind für die Anklage relevant. Ex-Zöglinge beschreiben die Zeit als “System Kremsmünster”, in dem Gewalt und sexuelle Übergriffe alltäglich gewesen seien.
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