Philippinische Bischöfe wehren sich gegen Vertuschungsvorwurf

PHILIPPINEN
Kathweb

Bischöfe: “Vertrauliche” Ermittlungen gegen mutmaßliche pädophile Mitarbeiter – Menschenrechtsaktivist ortete “grassierenden sexuellen Missbrauch von Kindern durch Kleriker”

03.06.2013
Manila, 03.06.2013 (KAP) Die katholische Philippinische Bischofskonferenz hat sich gegen den Vorwurf einer Vertuschung von Missbrauchsfällen verwahrt. Ermittlungen gegen mutmaßliche pädophile Mitarbeiter seien “vertraulich”, die Ergebnisse müssten nach Rom gemeldet werden, zitiert die deutsche katholischen Nachrichtenagentur KNA den Generalsekretär der Bischofskonferenz, Joselito Asis im Interview mit dem Pressedienst “Ucanews” (Montag). Zuvor hatte ein Ordenspriester und Aktivist gegen Sextourismus Bischöfe beschuldigt, einen “grassierenden sexuellen Missbrauch von Kindern durch Kleriker” weiterhin zu verschleiern.

“Wir haben hier diese Bischöfe, die sehr viel von dem Missbrauch vertuscht haben, und wir wissen, dass das immer noch passiert”, sagte der aus Irland stammende Ordensgeistliche Shay Cullen dem Pressedienst. Die Kirchenleitung müsse “entschieden handeln”. Täter müssten aus dem Kirchendienst entfernt und “der Justiz und zivilen Gerichten übergeben” werden. Cullen, seit 1969 auf den Philippinen tätig, wurde für sein Engagement im Jahr 2000 u.a. mit dem Menschenrechtspreis der thüringischen Stadt Weimar ausgezeichnet.

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