DEUTSCHLAND
Saarbrucker Zeitung
St. Wendel/München. Hat Klaus Leist als Dechant in Völklingen an Drohbriefen gegen den damaligen Köllerbacher Pfarrer Guido Ittmann mitgewirkt und so Mitschuld an dessen Flucht zu Ostern 2011 aus seiner Kirchengemeinde? Christoph Lerg hält diese Behauptung des mittlerweile im Bistum Paderborn tätigen Pastors für abwegig. Der Anwalt aus München vertritt den seit Jahresbeginn in St. Wendel eingesetzten katholischen Geistlichen Leist. “Warum sollte mein Mandant ein Interesse haben, Herrn Ittmann zu verjagen?” Als Beweis führt er an, dass die betroffene Kirchengemeinde Herz Jesu “bis heute keinen neuen Pfarrer” habe.
Die von Ittmann gegen Leist eingereichten Asservate hält der Advokat für fragwürdig. Es handle sich um etwa zehn Schriftstücke. “Ich stelle in Abrede, dass darunter Drohbriefe sind.” Aber: “Zwei bis drei davon enthalten eklatante Beleidigungen, da gibt es nichts zu beschönigen.” Er ist sicher, dass die Briefe keine Abwehr darauf sind, dass Ittmann mutmaßlich sexuelle Übergriffe auf Kinder durch Pater und Pfarrangehörige anzeigte. Es gehe “nicht um die Vertuschung von sexuellen Missbrauchs, sondern dass Gemeindeangehörige stinksauer auf Ittmanns Verhalten waren”. Dies betreffe unpopuläre Entscheidungen zur Kirchenstruktur, die, vom Bistum Trier gefordert, Ittmann habe umsetzen müssen. Die Art, wie er dies tat, habe die Briefe verursacht. “Es gab einen Riss durch die Gemeinde.”
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