Täterprofile im Hirnscan

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Viele Angeklagte, die wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht stehen, bestreiten, pädophil zu sein. Um das künftige Verhalten von Sexualstraftätern richtig einzuschätzen, ist es aber wichtig, ihre sexuellen Präferenzen zu kennen. Kieler Forschern gelang es jetzt, per Magnetresonanztomografie Pädophile von Gesunden zu unterscheiden. Eine Methode mit Zukunft?

Nicht jeder, der ein Kind sexuell missbraucht, ist zwangsläufig pädophil. Auch Männer, die an sich erwachsene Sexualpartner bevorzugen, können sich an Kindern vergehen, wenn ihnen altersgemäße Kontakte fehlen – die Betreffenden gelten als so genannte Ersatz- oder Gelegenheitstäter. Kanadische Sexualwissenschaftler berichteten 2001, dass nur etwa die Hälfte derer, die zum ersten Mal wegen Kindesmissbrauchs verurteilt werden, tatsächlich pädophil sind.

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